T ü r k i s c h e  R i v i e r a
 Ankauf von Immobilien Geschäfts-Gründungen Bestimmungen Gesetze
 
Immobilienangebote im Gebiet Alanya/ Incekum/Avsallar 
 



Incekum Home

   English Version
   English


 Villenneubau
  Musterhaus


Immobilien in:
  Avsallar
  Konakli
  Türkler
  Alanya
  Side
  Topangebote
  Musterhaus
  Grundstücke
  Hotelverkauf
  Vermietung
  Über uns
Bilder
aus der Umgebung



Gedichte
und Buch

  Gästebuch
  Free Mail Service
Avsallar
Webseite

Hotel
Online-Booking





E-mail an
Helmuth Zimmermann


     



Zimmermann Bau & Immobilien
Helmuth Zimmermann
Mobil. 0544 410 64 87
About us



Türkei

Europa




Einiges über Arbeitsrecht und Sozialversicherungen


Im Allgemeinen:
Individuelles Arbeitsrecht in der Türkei wird mit dem Arbeitsgesetz (1971) geregelt. Lohnarbeiter in den Bereichen See- und Lufttransport, Landwirtschaft, Nebenbereichen und Personen die im Rahmen eines Arbeitsvertrages beschäftigt sind unterliegen dem Arbeitsgesetz.


Arbeitsverhältnisse über ein Jahr oder länger, müssen mit einem Arbeitsvertrag festgelegt werden. Wenn kein Vertrag abgeschlossen wird, ist der Arbeitgeber verpflichtet auf Aufforderung des Arbeitnehmers eine Bescheinigung auszuhändigen, aus der die allgemeinen und besonderen Bedingungen zu ersehen sind.


Bei den fristlosen Arbeitsverträgen kann der Arbeitnehmer auf Probe angestellt werden. Probezeit ist längstens ein Monat.


Vor der Kündigung von fristlosen Arbeitsverträgen muß der Arbeitnehmer benachrichtigt werden. Der Arbeitsvertrag kann, je nach Dauer des Arbeitsverhältnisses, ab Zeitpunkt der Kündigung in mindestens 2-8 Wochen beendet werden. Bei fristlosen oder fristgebundenen Verträgen, wenn durch fahrlässiges Verhalten des Arbeitnehmers Krankheitsfall auftritt oder Vertrauens- und Sittenverstoß vorliegt, kann der Vertrag vom Arbeitgeber vorzeitig gekündigt werden. Das Kündigungsrecht aufgrund Sittenwidrigkeit gilt 6 Tage nach der Feststellung des Verstoßes jedoch hat nach Überschreitung eines Jahres keine Gültigkeit. Der Arbeitgeber kann in den folgenden 6 Monaten keinen neuen Arbeitnehmer anstelle des gekündigten Arbeitnehmers beschäftigen.


Arbeitnehmer ist für die Dauer der Beschäftigung auf Arbeitszulage berechtigt.


Betriebe über 50 Mitarbeiter müssen im Verhältnis zu Mitarbeiterzahl 2% behinderte Personen für geeignete Arbeiten beschäftigen.


Löhne werden in TL spätestens in einem Monat gezahlt. Diese Frist kann jedoch aufgrund des Arbeitsvertrages oder Tarifvertrages bis auf eine Woche gekürzt werden. Die weiblichen und männlichen Arbeitnehmer, die die gleiche Arbeit mit gleichem Erfolg leisten, bekommen gleiche Löhne.


Der Mindestlohn der Arbeitnehmer, die im Rahmen des Arbeitsgesetzes mit Arbeitsvertrag beschäftigt sind, wird durch Mindestlohnausschuss geregelt. Der in 2000 geltende Mindestlohn ist 90.000.500.- TL (ca. 300.-DM).


Aufgrund der wirtschaftlichen Belange des Staates oder zwecks Qualitäts- oder Produktionserhöhung kann die im Gesetz festgelegten Arbeitszeit durch Überstunden erhöht werden. Die Arbeitnehmer dürfen jedoch ohne eigenen Willen keine Überstunden machen. An einem Tage dürfen nur 3 Überstunden gemacht werden. Die Zahl der Tage an denen Überstunden gemacht werden, dürfen 90 Tage nicht überschreiten. Vergütung für eine Überstunde ist 50% mehr des normalen Stundenlohnes.


Wochenurlaub ist lohnpflichtig. Den Arbeitnehmern, die an Feiertagen nicht arbeiten, wird der Tagelohn weitergezahlt. Die Arbeitnehmer, die an Feiertagen arbeiten, erhalten den Doppellohn.


Jahresurlaub der Arbeitnehmer ist wie folgt: von 1 bis 5 Arbeitsjahren 12 Arbeitstage, über 5 jedoch unter 15 Arbeitsjahren 18 Arbeitstage, über 15 Arbeitsjahren 24 Arbeitstage. Das Arbeitnehmer, die weniger als ein Jahr beschäftigt sind, haben keine Berechtigung auf Jahresurlaub.


Es gelten 45 Arbeitsstunden pro Woche.


Das Arbeitsgesetz verbietet den Arbeitgebern die Beschäftigung von Jugendlichen unter 15 Jahre. In den Industriebetrieben dürfen Jugendliche unter 18 und Frauen prinzipiell nicht arbeiten. Wenn die Besonderheit der Arbeit es erfordert, werden diese Betriebe durch Ministerien von Arbeit, Gesundheit, Industrie- und Handel im Rahmen einer Satzung festgesetzt.


Die Arbeitgeber sind verpflichtet für die Beschäftigten in seinem Betrieb Sicherheitsregeln einzuhalten. Diese Regeln sind anhand von Satzungen festgelegt.


Das Arbeitsministerium hat die Aufgabe über die Einhaltung der Richtlinien des Arbeitsrechts zu beaufsichtigen.


Wochenurlaub, Mittagspause, nationale Feiertage und allgemeine Feiertage werden durch Gesetze, Jahresurlaub wird durch Verordnungen geregelt.


Gewerkschaften, Tarifverträge, Streik und Lockout werden mit entsprechenden Gesetzen geregelt. Für Streitigkeiten im Arbeitsbereich sind die Arbeitsgerichte zuständig.


Sozialversicherungen:
Ein großer Teil der beschäftigten in der Türkei sind unter dem Schutz verschiedener Sozialversicherungen. Beamte gehören der Beamtenversicherungskasse (Emekli Sandigi). Selbständige zahlen Beiträge an Bag-Kur. Lohnarbeiter sind Mitglieder der Anstalt für Sozialversicherung (Sosyal Sigortalar Kurumu). Diese Institutionen wurden durch Gesetz gegründet. Es gibt außerdem gemäß der marktwirtschaftlichen Regeln betriebenen Versicherungsgesellschaften in den Bereichen Lebens-, Kranken-, Unfallversicherungen.


Ob eine Versicherungspflicht für die ausländische Investoren in der Türkei besteht ? Diejenigen, die keinen vertraglichen Verhältnis zum Arbeitgeber haben und im eigenen Namen und Rechnung arbeiten und die Personen die zum Kreis von Handel und kleinhandwerklichen Berufen gehören ,werden bei Bag-Kur versichert. Gründungsmitglieder der Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Aktien Gesellschaften und Vorstandsmitglieder der AG`s werden von Bag-Kur versichert. Jedoch sind die ausländischen Staatsangehörige davon ausgeschlossen. In anderen Worten, die Ausländer, die in der Türkei ein Betrieb gründen, sind nicht verpflichtet einer Sozialversicherung anzugehören. Die türkischen Staatsbürger über einer Verdienstgrenze von TL 42 Mio. (1997 : 495.-DM) sind ebenfalls von der Verpflichtung befreit.


Versicherungsschutz der Arbeitnehmer, die im Auftrag eines ausländischen Investors arbeiten:


Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30.4.1964 ein Abkommen über Soziale Sicherheit unterschrieben, das noch gültig ist. Nach diesem Abkommen, werden Personen, die im Auftrag eines Unternehmens mit Hauptsitz in der Bundesrepublik, in der Türkei vorübergehend beschäftigt werden, behalten ihre Angehörigkeit der deutschen Sozialversicherung. Arbeitnehmer im Bereich Transport, wenn der Arbeitgeberunternehmen ihr Sitz in der Bundesrepublik hat, unterstehen dem deutschen Recht.


Wenn ein deutscher Arbeitnehmer in der Türkei beschäftigt wird, hat er das Recht ab Arbeitsaufnahme innerhalb eines Monats dem türkischen Sozialrecht zu unterstehen. Wenn nicht, wird für ihn das deutsche Sozialrecht gelten.


Wenn durch ein Direktinvestition eines deutschen Staatsangehörigen gegründetes Unternehmen Deutsche anstellt, werden dies durch türkische Sozialversicherung gesichert.


Die Arbeitnehmer in der Türkei, die im Rahmen eines Arbeitsvertrages beschäftigt werden, werden bei der SSK (Versicherungsanstalt) versichert. Diese Versicherung bietet Schutzleistungen in Fälle Krankheit, Mutterschaft, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Behinderungen, Altersversorgung und Sterbegeld. Arbeiter in Landwirtschaft und Forstbereich und die Ehefrauen der Arbeitgeber, die ohne Lohn arbeiten, können bei der SSK nicht aufgenommen werden. Weiterhin, dürfen die Beschäftigte, die im Auftrag von den im Ausland befindlichen Unternehmen angestellt werden und nachweisen können, daß sie einer ausländischen Versicherung angehören, und diejenigen, die unabhängig von einem Arbeitgeber im eigenen Namen und Rechnung tätig sind, auch nicht in die SSK aufgenommen werden.


Durch den Arbeitgeber vorübergehend ins Ausland geschickten Personen haben das Recht und Verpflichtungen der Versicherung.


Ab dem Alter von 18 Jahren haben versicherte Frauen nach Beendigung von 20 Arbeitsjahren, Männer nach Beendigung von 25 Arbeitsjahren vorausgesetzt, daß sie mindestens für 5000 Arbeitstage Beiträge bezahlt hatten, Anspruch auf Rente. Die Arbeitsjahre in der Bundesrepublik und in der Türkei werden laut vorgenannten Abkommen zwischen den beiden Ländern zusammengeführt.


E-mail: Helmuth Zimmermann