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Helmuth Zimmermann



Leben oder Tod im Orient 2



Roman










Impressum



©Helmuth Zimmermann

  Leben oder Tod im Orient 2
  Avsallar, Alanya, Türkei 2006
  helmuthzi@hotmail.com



Covergestaltung:

  Helmuth Zimmermann




Herstellung:

  Book on Demand GmbH (why not!)
  Gutenbergring53, D – 22848 Norderstedt




Printed in Germany

ISBN 0-0000-0000-0







Gedanken zu Begriffen vom Autor:



Freiheit

Möge mein Herz frei sein.
Möge mein Verstand frei sein.
Mögen meine Wünsche und Träume frei sein.
Möge ich frei sein von allem was mich einschränkt.
Möge ich frei sein von dem was andere Menschen denken was ich sein sollte.
Möge ich, nur ich sein dürfen.
Möge unsere Liebe frei sein.
Mögen wir den anderen immer das sein lassen, was er ist oder werden will.

Mögen alle Menschen frei von anderen sein.






Erinnerung

Zu Sand wird hartes Gestein am End.
Zu Mineralien auch wir.
Viel kommt, doch all zuwenig bleibt.

Zum Schluss zu Staub.
Zu Asche im Wind.
Zu Null und Nichts.
Zum Anfang unseres ersten Seins.

Was bleibt ist Geist,
Erinnerung.






Baum

Vor weißer Gebäudezeile, kleiner Boutique,
Neben bunter Bar mit lauter Musik,
Bei Touristenlärm, orientalischem Handel & Wandel,
Ragt er stämmig empor,
Hoch hinauf, fast kahl, doch trotzig,
Verstümmelt, misshandelt zu gespenstischer Unnatürlichkeit.

Wo einst ein Kiefernwäldchen war,
Herrscht heut künstliche Welt,
Beton und Plastik, Pommes Frites mit Ketchup-Kultur.


Ein krummes Schild sagt:
Jetzt bin ich geschützt.

Wer aber schütz uns vor uns?






Leben

Es gibt keinen Sinn, alles ist Zufall ohne Richtung und Ziel.
Es hat einen Anfang und ein Ende, im Gegensatz zur unendlichen, abstrakten Zeit.
Eine Zufälligkeit der vergehenden Einmaligkeit in unendlicher Zeit.
Begreifen des Gesamten und des Kleinsten ist sinnvolle Neugier und doch letztlich sinnlos zugleich.
Machen wir das Beste aus der einmaligen Chance heute zu sein.
Hurra ich lebe und es ist schön zu sein.

Leben bedeutet Sein.






Leben oder Tod im Orient 2






Vorwort

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Namen und Orte sind geändert worden. Die Handlung ist von einem Bekannten teilweise miterlebt worden. Er hat als Zeuge bei der Gerichtsverhandlung in Deutschland ausgesagt. Seine Eindrücke und Erlebnisse als Augenzeuge, sollen zur Klärung der Ereignisse beitragen. Ebenfalls sind seine langjährigen Erfahrungen im Touristengebiet an der Türkischen Riviera mit in dieses Buch eingeflossen.

Ich möchte besonders darauf hinweisen, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse im Touristengebiet nicht mit der übrigen Türkei gleichzusetzen sind. Denn: Überall auf der Welt, wo Tourismus herrscht, schwirren Motten um das Licht!








Inhalt:

1.0 Leben unter Palmen

2.0 Wohnungskauf

3.0 Geschäfte

4.0 Der Untermieter

5.0 Mordversuche

6.0 Zurück nach Deutschland

7.0 Ende






Leben unter Palmen

“Was rätst du mir? Was soll ich machen? Sollen diese Strolche denn damit durchkommen? Nein, ich kann DAS nicht! Ich habe mein Leben lang gekämpft und werde es weiter tun. Die werden sich noch wundern, mit wem sie es zu tun haben. Verlass dich darauf. Diese Banditen!“

Das waren Adolfs Worte vor gut drei Jahren, als er mit seinem türkischen Freund telefonierte.

Was war passiert? Warum diese Verbitterung?

Rund fünfzehn Jahre zurück. Adolf und seine Frau Maria gehen am menschenleeren Strand an der türkischen Riviera spazieren. Im kalten Deutschland herrscht gerade tiefster Winter. Hier ist es jetzt Mittagszeit, die Sonne scheint und es ist angenehm mild. Ihr nagelneues Wohnmobil haben sie gerade auf dem Campingplatz abgestellt und sind erst mal schnell zum Wasser geeilt.

Eine lange Reise liegt hinter ihnen. Von Ancona in Italien sind sie mit der Fähre nach Izmir in die Türkei gekommen. Danach sind sie noch mal ca. 500 km bis weit hinter Antalya gefahren. Entlang der Mittelmeerküste, hinein ins mittlere Anatlolien, immer weiter 'gen Osten sind sie gebummelt...

“Oh mein Schatz! Ist es nicht wunderschön hier. Dieses Mal bleiben wir etwas länger und schauen uns ein wenig genauer um. Was denkst du?".

“Ja mein Großer, ja, “ sagt sie und hakt sich bei ihm ein.

Bakirköy (“Kupferdorf“) heißt der Ort in dem sich ihr Rastplatz befindet. Ein wunderschönes Wäldchen beherbergt diesen Picknick- und Campingplatz. Riesige, langsam wachsende Kiefern, widerstandsfähige Pinien und vereinzelt exotische Bäume und Sträucher wachsen hier in harmonischer Eintracht nebeneinander. Steil fällt die Küste ab. Sattes, schattenspendendes Grün, wird abgelöst vom harten, kargen Fels, der sich kraftvoll und majestätisch aus dem weißen Sandstrand erhebt. Tiefblaues Meer erfrischt das Auge überall und meilenweit. Weiter, am Ende der Bucht, brechen sich die Wellen tosend am scheinbar ewig harten Gestein. Die Gischt schäumt hoch hinauf, erfüllt die Luft. Springt! Das Meer, es kocht und tobt!.

Schon letztes Jahr waren sie im Sommer hier und haben ein paar Tage Rast gemacht, bevor sie weiterzogen. Es hat Ihnen so gut gefallen, dass sie wieder gekommen sind. “Wiederholungstäter“ also. Jetzt wo Adolf mit dem Gedanken spielt sich bald irgendwo im Süden am Mittelmeer niederzulassen, hat er sich an diesen schönen Ort erinnert.

Seit mehr als zehn Jahren schon bereisen sie mit dem Wohnwagen die Türkei. Die Schwarzmeerküste, Ost-Anatolien und auch diese Gegend in Mittel-Anatolien haben sie besucht. Jedoch die damals vielerorts fast unberührte Mittelmeerküste hat es ihnen besonders angetan. Freunde hatten von ihren ersten Exkursionen erzählt und berichteten wie unbekannt die Türkei doch eigentlich noch ist. Es wurde gesagt, dass im Grunde nur der Highsociety Ort Bodrum, wo die “Schönen und Reichen“ der Türkei Urlaub machen, wirklich bekannt ist. Dann gibt es noch die Orte Antalya, Side und Alanya. Hier tummeln sich überwiegend deutsche Individualreisende. Insider also, die etwas Besonderes erleben wollen und den Massentourismus meiden. Außerdem, so meinten die Freunde, findet man in und um Fethiye herum vermehrt Segler, die hier die kleinen Inseln erkunden wollen. Sicherlich sind auch noch die Orte wie Marmaris und Ku?adasi bei dem einen oder anderen bekannt. Insider schwärmen von Ka? und Kalkan, weil diese Plätze ursprünglich sind und eine “Seele“ haben. Sie berichteten ihnen alles sehr ausführlich und weckten somit schon vor Jahren das Interesse für die Türkische Riviera bei Adolf und Maria.

Heute ist das alles fast vorbei. Nur wenige Orte wie Ka?, Kalkan und Kekova sind übrig geblieben. Als besonderer Insidertipp gelten diese Orte heute immer noch. Von Antalya bis Alanya dagegen herrscht nun der Massentourismus und es boomt allerorten.

Jedoch der Preis ist sehr hoch und eigentlich nicht zu bezahlen. Die Umweltschäden sind oft irreparabel und selten wird etwas daraus gelernt. Riesige Betonsilos und Bauruinen sind entstanden, große Waldbestände sind für immer verschwunden, Bananen und Zitronenplantagen sind betoniert. Die Natur ist oft besiegt und vielfach tot. Sie lebt nur noch künstlich in den Hotelanlagen weiter.

Der Bauer von einst ist heute entweder ein wohlhabender Mann ohne eine echte Aufgabe oder er ist total verarmt. Seine tatsächliche und eigentliche Aufgabe besteht fast nur noch darin, die Miete zu kassieren. Das tut er mit Eifer und Hingabe. Jedoch es zerrt an seinen Nerven und an denen, die das Geld nicht aufbringen können. Die Gründe sind vielfältig, zum Beispiel, weil die Gäste ausbleiben oder weil diese zu wenig Geld in der Tasche haben oder auch weil es ja im Grunde genommen schon längst viel zu viele Geschäfte der gleichen Art gibt.

Marktanalysen kennt man nicht bei Geschäftsneugründungen und auch eine verträgliche Marktreglementierung weiterer Geschäftszulassungen durch die Gemeindevertretung gibt es ebenso nicht. Schließlich ist man modern und es herrscht totale freie Marktwirtschaft. Oft jedoch bedeutet das am Ende bitterer Raubtierkapitalismus. Es werden oft keine Sozialabgaben geleistet. Und wenn, dann nur für Familienangehörigen. Steuern werden nicht bezahlt, im Normalfall nur der Mindestbetrag bzw. nur ein kleiner Betrag, damit die vom Gesetz her vorgeschriebene Kasse überhaupt etwas registriert. Die meisten Steuereinnahmen gehen so dem Staat flöten. Lauthals und stark wird aber gern öffentlich darüber gemeckert, dass die Straßen schlecht sind und der Müll überall herumliegt, dass der Strom wieder ausgefallen ist und heute sogar obendrein auch noch das Wasser. Na klar, alles ist komplette Scheiße und die Politiker sind allesamt korrupt!.

Adolf und Maria haben die Nacht über gut geschlafen und fahren am frühen Morgen, in den Ort Bakirköy. An der einzigen Kreuzung, wo ein schmaler Kiesweg zum alten Dorf hinauf führt, befindet sich ein kleiner verstaubter Supermarkt, Der Schmutz scheint sich so sehr festgesetzt zu haben, dass offenbar auch der zu dieser Jahreszeit oft starke Sturm und Regen ihn nicht ablösen kann. Sie kaufen ein paar notwendige Sachen fürs Frühstück ein, knuspriges Brot, frische Eier vom Bauern, dünnflüssige Erdbeermarmelade, salzig schmeckenden Schafskäse und etwas grüne Oliven. Eine einzige Brotsorte steht in der Glasvitrine zur Auswahl bereit. Weißbrot (Ekmek), das aber schmeckt einfach herrlich.

Sie treten zur Hintertür hinaus auf den unbefestigten Gehweg, der parallel zur breiten Küstenstraße verläuft. Ihre Blicke schweifen über die Kreuzung hinweg auf eine Planierraupe, die gerade in einer Bananenplantage einen neuen riesigen Bauplatz schafft. Adolf zeigt in die entgegen gesetzte Richtung. In diese Richtung möchte er sich weiter umschauen. Sie gehen den aufgeweichten glitschen Weg entlang und entdecken nach ca. 200 Metern ein kleines total zugewachsenes Restaurant. "Perestroika" steht auf dem Schild über der Eingangstür. Und an der Seite ein weiteres Hinweisschild: "Hertzlik Wilkom, wir sprechen deusch".

“Na ja, also das Schreiben müssen die aber noch lernen. Ha ha ha. Schau doch mal: Perestroika! Sind das alles Kommunisten hier oder was? Gorbatschow hat hier wohl mal Urlaub gemacht. Perestroika. Ha ha ha . das ist gut. ha ha ha, “ will Adolf sich gar nicht mehr einholen vor lauter Lachen.

“Ja, das ist wirklich komisch. Perestroika! Mal sehen, ob drinnen auch alles “Perestroika“ ist“ , lacht Maria ihren Adolf an und schreitet heiter und fröhlich in das Restaurant.

“Oh hallo, ho? geldiniz (herzlich will kommen). Aleman? Äh, du deutsch?“ fragt eine Stimme aus der Finsternis. Ein kleinwüchsiger Typ erscheint plötzlich und reicht ihr die Hand.

“Ja, wir kommen aus Deutschland und du? Aus Moskau? Alles Perestroika oder was?“ stichelt Adolf, der hinter Maria stehend, ebenfalls den düsteren Raum betreten hat.

“Ach so, weil Name Perestroika. Yok yok. ( es gibt nicht). Eine Aleman (Deutscher) hat Name gefunden, weil meine Gesicht wie Gorbatschow. Ich jetzt heißen Michael und du? Wie heißen du?“

“Ich heiße Adolf, aber was geht dich das an? Gibt's hier was zu trinken? Für mich n' Bier und für meine Frau n' O-Saft!“

“Eine Bira und eine Oranschsaft, sofort kommen. Aber Bira nur Flasche, jetzt keine Tourist, Michael jetzt viel viel schlafen schlafen.“

Michael verbeugt sich und verschwindet im dunklen hinteren Teil der Bar. Es klappert und klirrt kurz im total verrosteten und verbeulten Kühlschrank und schon erscheint er freudestrahlend mit einem lauwarmen Bier in der Hand. Die Kühlung ist nur Show, sieht aber gut aus.

“Ich nun machen Portakal-Saft für deine Frau. Nur eine bisschen warten, ja?“

Der überglückliche, arme Barbesitzer freut sich, dass er endlich mal wieder Gäste hat und macht sich frohen Mutes an die Arbeit, um den Saft aus den zur Zeit reifen Orangen zu pressen. Die Orangensorte Valencia ist gerade überall zur Ernte gereift und kann über die nächsten 2 Monate geerntet werden.

“Man ist das ne' Bruchbude hier. Was macht der denn, wenn es mal regnet? In Deutschland hätte man dem längst die Lizenz entzogen und die Bude dicht gemacht. Nicht zu fassen! Ob dein O-Saft auch so aussieht? Hä hä!“

Maria erwidert nichts, denn sie kennt ihren Gatten und weiß, dass er manchmal sehr ausfallend sein kann. Er nennt das Humor. Im Moment sind ihr seine Launen egal. Sie ist guter Stimmung und fühlt sich sehr wohl. Irgendwie hat sie das Gefühl hier zuhause zu sein. Warum weiß sie nicht zu sagen. Ist es das Meer, die Sonne, die rustikale Natur mit ihren Überraschungen durch zarte Blüten und herrlichen Düfte oder sind es die anders gearteten Menschen?

Michael kommt mit dem O-Saft. Überglücklich serviert er ihr das gesunde Vitamingetränk. “Afiyet Olsun" (möge es wohl bekommen), sagt er und verbeugt sich dabei untertänig. “Oh! Danke schön, das sieht ja lecker aus“ strahlt sie das bis an den Rand gefüllte Glas an. Sie nimmt einen kräftigen Schluck und genießt den süßen, aromatischen Geschmack von am Baum gereiften saftigen Orangen. Vor ihren Augen erscheinen die Bilder der überall in dieser Gegend anzutreffenden Zitronen- und Orangenplantagen. Hellorange leuchten die Apfelsinen im Sonnenschein umgeben vom dunklen, satten Grün der Blätter. Wie Christbaumkugeln hängen sie verlockend, geradezu um Aufmerksamkeit zu erregen. ‚Komm pflück mich, sieh doch zu mir,' rufen sie scheinbar keck dem Beobachter entgegen.

Adolf genießt sein Bier und träumt still vor sich hin. Ein Lächeln ist auf seinem Gesicht, wie bei einem kleinen Jungen, der sich auf sein Eis freut. Er möchte sich hier niederlassen und ein großes Haus bauen, mit herrlichem Meerblick. Ein kleiner Garten mit Swimmingpool und ein großes Wohnzimmer mit prächtigem Kamin schwebt vor seinen Augen. Möglicherweise auch im Erdgeschoss eine Einliegerwohnung für Besuch oder zum Vermieten. Vielleicht auch eine riesige Dachterrasse mit schönem Meerblick und kleinem Grillplatz? Das wäre doch was. Sogar Details am Haus entwirft seine Phantasie. Eine große geschwungene Treppe soll auf die Terrasse nach oben führen. Viele weiße Säulen sollen als Balkonbrüstung dienen. Grün und weiß sollen die Farben der mächtigen Villa sein. Die Gebäudeecken könnten von grell leuchtenden Bouganville geschmückt werden. Ja, du meine Traumvilla, du sollst Wirklichkeit werden!

"Adolf.. ADOLF!

Bist du wieder am Träumen? Komm, ich möchte gehen. Bitte!"

"Ja, meine Liebe, ja.

Was kostet der Spaß hier? Ich will bezahlen!"

"Bezahlen? Hesap (die Rechnung)? Eine klein Moment.

Eine Bira und eine Saft.. zwei Mark bitte."

Adolf zahlt freudig, ob des geringen Betrages. Sie verabschieden sich herzlich vom freundlichen Michael und verlassen den gastlichen Ort.

Fest entschlossen seinen Traum zu verwirklichen, schreitet Adolf voran. Maria, in fast schon türkischer Manier, geht respektvolle fünf Schritte dahinter.

Warum die Distanz, der Abstand? Nun so behaupten weise Zungen: Weil er von hinten einfach besser aussieht. Sie gelangen an das Ende des buckeligen Weges und landen direkt auf einer großen Baustelle. "Eigentumswohnungen vom Bauherrn zu verkaufen“ steht da auf einem Schild deutlich in riesigen Buchstaben zu lesen.

"Komm Maria das schau ich mir genauer an. Sieh mal, dahinten is einer! Lass mal fragen." Kaum gesagt, schon stapft er los und steuert geradewegs auf den älteren Herrn zu.

"Guten Tag, ich interessiere mich für die Wohnungen. Wer macht das hier?"

"Eine schönen guten Tag, der Herr. Ich mache das hier und meine Name ist Kemal Temiz (Rein, Sauber). Und mit wem habe ich die Ehre mein Herr? Gnädige Frau?"

Er geht auf Maria zu, verbeugt sich und reicht ihr die Hand.

"Maria ..ich heiße Maria und das ist Adolf, mein Mann," kommen die verlegenen Worte, leise und schüchtern.

"Mein Gott spricht DER gut Deutsch und was für Manieren! Mit Adolf blamiert man sich auch überall, sogar in der finstersten türkischen Provinz, " denkt sie und wendet scheu ihren Blick auf den Boden.

"Oh kommen sie Frau Maria und Herr Adolf. Ich zeige Ihnen gern die Wohnungen. Dort hinten an der Hauptstrasse sind schon einige fertig. Kommen sie, gehen wir." Sie folgen Kemal und gelangen an einen dreistöckigen Wohnblock, der von mächtigen alten Kiefern eingerahmt ist. Das Gebäude verläuft parallel zur Hauptstrasse und ist zehn Meter höher gelegen. Im unteren Teil des Blocks befinden sich sechs Eigentumswohnungen auf zwei Ebenen. Man bezeichnet diese Wohnungen daher auch Duplex, was dem Englischen entliehen wurde. Da drüber gelegen erstrecken sich drei schöne, große Wohnungen über zwei nebeneinander liegende Duplex-Wohnungen.

"Diese Wohnungen da oben, die interessieren mich, aber diese hier so dicht an der Strasse nicht. Das ist ja viel zu laut. So in der Mitte etwa," erklärt Adolf nachdem sie die Wohnungen besichtigt haben.

"Aber gern mein Herr. Sie haben ja noch die freie Auswahl. Bitte schön, ich zeige Ihnen jetzt den im Rohbau befindlichen Block. Dort können sie sich was aussuchen. Folgen sie mir bitte." Adolf amüsiert sich noch kurz über den Maler, der mehr Farbe auf den Boden verteilt hat, als auf die Wände. Er kritisiert die klapprigen Gerüste, die fehlenden Absperrungen und die kaum kniehohen Geländer, die fast niedriger sind, als die weit überhöhten Bordsteine an der Hauptstrasse. Dann gibt er es auf und folgt den beiden, die sich offenbar nicht sonderlich für seine Mängelliste interessieren. Sie besichtigen die obere halbfertige Wohnung im mittleren Gebäudekomplex, der nahe am Swimmingpool gelegen ist und verabreden sich auf ein nächstes Mal. Adolf möchte etwas Bedenkzeit. Sie verabschieden sich von Kemal und bedanken sich für die Besichtigung. Den Weg zurück zum Campingplatz wollen sie am Wasser entlang gehen. Dazu überqueren sie zunächst die Hauptstrasse und erreichen den Strand in Höhe des erst vor kurzem fertig gestellten Palmiye Hotels mit seinem herrlich weißen Sandstrand, der an dieser Stelle besonders schön und breit ist. Das kleine Bächlein, das sie zuvor noch auf der Baustelle gesehen haben mündet hier ins Meer. Die Schuhe in der Hand waten sie im Wasser und entdecken gleich hinter den Tennisplätzen des Hotels zwei wunderschöne Ferienwohnanlagen, die sie neugierig erkunden.

Gül Sitesi (Rosen Wohnanlage) und Sybel Sitesi (Frauenname) haben offenbar trotz des kühlen Winters kaum etwas an ihrer Schönheit und Pracht eingebüßt. Im ersten Garten ragen zwei riesige Palmen links und rechts neben der Pforte in den strahlend blauen Himmel empor und heißen den Betrachter willkommen. Sie bilden das Tor zum Paradies. Die zweite Anlage quillt über mit Rosen aller Farben und unterschiedlichen Düften. Man muss sich kneifen, um sich zu vergewissern, dass es kein Traum ist. Die beiden strahlend weißen Gebäudezeilen der Sybel Anlage befinden sich links und rechts des Hauptweges und sind zweistöckig auf hoch stehenden Fundamenten aus Felssteinen gebaut. Feuchtigkeit vom Erdreich kann den Wohnungen somit nichts anhaben. Vier Treppenhäuser führen jeweils zu den Wohnungen, in denen ein rechter Winkel vermisst wird. Möglicherweise wurde zu Beginn des Baus an einer Stelle falsch angefangen und man vergaß dann über die Arbeit den Fehler zu revidieren und hat ihn einfach "weitergepflanzt". Vielleicht wollte man es aber auch dem Architekten gleich tun, der die Balkone schräg zu den Gebäuden angeordnet hatte. Das alles wie auch die jetzige kühle Winterzeit kann dennoch der überwältigenden Pracht dieser idyllischen Insel nichts anhaben. Ebenso auch nicht der salzige Salpeter in den Wänden, der durch Verwenden von ungewaschenem Kies nun im Gemäuer sein Unwesen treibt und immer wieder die Farbe absprengt und sein hässliches Gesicht zeigt. Da man ja so dicht am Strand ist und etwas Sand zum Verputzen brauchte, lag es wohl nahe sich schnell mal etwas auszuleihen.

Die Balkone sind von leuchtenden Bouganville in verschiedenen Farbtönen umrankt. Ihre schneeweißen, bonbonfarbenen, violetten und purpurroten Scheinblüten ziehen den Blick magnetisch an. Ekstatische Blütenpracht ist überall! Vereinzelte stämmige, weit ausladende, alte Kiefern weisen auf die frühere Ursprünglichkeit hin. Ein von Wind und Zeit gestresster, schräg stehender, dem Umfallen geweihter Baum wird von einer speziell angefertigten Eisenkrücke gestützt, um sein Dasein zu verlängern. Gleich nebenan steht ein mächtiger, in alle Himmelsrichtungen sich ausbreitender Gummibaum. Er steht am Ende des Gartens und thront dort wie ein Wächter und Beschützer, da er die neugierigen Blicke von der stark frequentierten Hauptstrasse versperrt.

Berauscht von der Schönheit der beiden Gärten gehen sie weiter. Nach einem felsigen und steinigem Strandabschnitt gelangen sie zu einer kleinen, idyllischen Bucht. Direkt vor ihnen liegt ein friedlicher Fischerhafen mit blauen Booten, die im Wasser beruhigend dümpeln. Es riecht nach Fisch und Dieselöl, nach Meerwasser und frischer Farbe. Einige Boote sind an Land auf Holzbalken gelagert und mit kräftigen Balken seitlich abgestützt.

Neue Farbe soll ans Boot! Schleunigst haben die im Gestein hausenden Krebse Reißaus genommen, als kräftige blaue Farbe ihre Behausungen zu überschwemmen drohte. Alte, hart gewordene, unbrauchbare Pinsel und verrottete Farbeimer, in denen sich ausgetrockneter Bootsanstrich bzw. Krebsvertreibungsmittel befindet, zeugen unübersehbar, offenkundig unangenehm von der letzten Bootsrenovierungsaktion. Weder Umweltbewusstsein noch ökonomisches Denken hat offenbar Eingang in das arme Hirn der hart arbeitenden Fischer genommen.

Adolf und Maria beobachten wie die Fische mit flinken Händen aus den Netzen befreit werden. Großer wohlschmeckender Kuzu-Balik, Lammfisch genannt (eine direkte Übersetzung vom Türkischen ins Deutsche, die dadurch belustigend wirkt), kleine leckere Barbunya (ein rosafarbener kleiner, sehr leckerer Edelfisch), Ala-Balik (Meerforelle), hell orange leuchtende Scampi, die einfach köstlich sind und seltene Istakos (Bärenkrebse, die zur Hummerfamilie gehören) tummeln sich in den Schüsseln für die guten Fische. Die "Schlechten" werden einfach über Bord gefeuert und landen entweder im Wasser oder auf der frisch gestrichenen Farbe. Ups! Aber das nimmt man keinem so richtig übel. Ist wohl nicht so schlimm und die Farbe scheint wohl, wie auch die Pinsel, nichts zu kosten. Jedoch ist Lackfarbe sehr teuer und auch die Verteilungswerkzeuge kosten Geld.

Adolf hat das alles registriert und meint grinsend mit schelmischem Gesicht: "Na das sieht ja aus hier wie auf einer Müllhalde. Überall schmeißen die ihren Mist hin. Die müssen ja irre Geld verdienen mit ihrem Fisch."

Er tritt belustigend und demonstrativ gegen einen verbeulten, alten Farbeimer, der beinahe einen davoneilenden Krebs erschlägt.

Natürlich ist es nicht so, dass man mit Fischfang viel Geld verdienen kann. Es müssen neue Netze her, die oft im Sturm verloren gehen. Das Boot muss repariert werden, der robuste türkische Pançap-Dieselmotor braucht ständig Nachschub und der Fang muss ins ferne Alanya gebracht werden und kostet Dolmu?geld (Entgelt für den Kleinbusverkehr). Das alles fällt leider nicht vom Himmel, obwohl beim Gebet die Hände nach oben gereckt werden und sich wohl auch oft so etwas gewünscht wird.

Nun ja! Belustigt gehen sie weiter. Der Weg am Strand entlang führt sie an Hotelanlagen vorbei bis zum kleinen Pinienwäldchen, wo sich ihr Campingplatz befindet.

Gemeinsam genießen sie jetzt den Sonnenuntergang. In der Ferne zeichnet sich die Bucht von Antalya mit seinen schneebedeckten Bergen ab. Leider ist dieses wunderbare Schauspiel überwiegend nur im Winter möglich, weil dann die Luft kühler ist und weniger Luftfeuchtigkeit enthält. Feuerrot glüht die Sonne über dem Meer… will es verbrennen… taucht ein und wirft schillernde Lichtstrahlen aus, die eine Gasse bilden, wie ein Weg, der zum Himmel führt. Silbern schimmern die Wellen, Fischschuppen ähnelnd. Das Tageslicht erlischt!

Aus der Ferne hören sie den Ruf von der Moschee zum Gebet. Der Tag geht, die Nacht beginnt.

Was für ein Gesang, welch seltener Klang dringt an ihr Ohr. Ja, weit ist man weg… im Orient und doch nicht in der Fremde allzu sehr. So empfinden sie es und schmiegen sich aneinander. Seeligkeit! Ein wohliges Gefühl deckt sie ein wie eine warme Decke für die Kühle der Nacht, die schnell hereingebrochen ist.






Wohnungskauf

Am nächsten Tag gehen sie wieder zu Herrn Kemal. Adolf hat sich entschieden, er will die obere Wohnung, dicht am Swimmingpool kaufen. Kemal Bay (Herr) ist hocherfreut und setzt einen Kaufvertrag auf. Es wird vereinbart, dass eine Anzahlung von zehn Prozent der Kaufsumme sofort fällig ist. Die Restzahlung erfolgt beim Grundbuchamt Zug um Zug d.h. Geld gegen Unterschrift und Eintragung ins Grundbuch mit Eigentumsurkunde (Tapu).

Ein Notar ist nicht notwendig, wie in Deutschland, wo nur er eine Übertragung durchführen darf. Jedoch sind Notarverträge oft von Nutzen, wenn eine unzumutbare Verzögerung durch Genehmigungen zu erwarten ist. Dies war in der vergangenen Zeit durch die Zustimmung der Militärbehörde in Izmir leider oft der Fall. Durch einen solchen Notarvertrag bekommt man dann die Möglichkeit einen Auflassungsvermerk ins Grundbuch eintragen zu lassen, sodass sicher gestellt ist, dass der Verkäufer die Wohnung nicht mehr an andere verkaufen kann.

Nach dem neuem Gesetz vom Januar 2006 für den Erwerb von Immobilien von Ausländern sind folgende Voraussetzungen notwendig: Genehmigung, dass die Immobilie nicht im militärischem Gebiet liegt, Bescheinigung darüber, dass die Immobilie in einem Bebauungsplan liegt und Ausweisung über den aktuellen Einheitswert. Bei Käufern aus einige Länder z.B. bei Dänen und Schweizern bei denen kein Gegenseitigkeitsabkommen besteht (vereinfacht ausgedrückt: In den Ländern wo Türken kaufen können, dürfen die Angehörigen dieser Länder in der Türkei ebenfalls kaufen), muss zunächst eine Aufenthaltserlaubnis von mindestens 6 Monaten erteilt worden sein. Danach wird ein Antrag nach Ankara gestellt, dem in der Regel stattgegeben wird. Jedoch ist es eine langwierige Prozedur, die an den Nerven zerren kann.

Nachdem also alle Papiere vorhanden sind, kann das Eigentum ohne vorherigen Termin auf dem Grundbuchamt übertragen werden. Dazu muss jedoch vorher die Grunderwerbssteuer (bei Wohnungen von 3,6 % vom Einheitswert) bezahlt werden. Wenn alle Daten vom Tapuamt erfasst und eingetragen sind, übersetzt ein vereidigter, staatlich anerkannter Übersetzer was und wo gekauft wird und dass alle Rechte und Pflichten von nun an auf den Käufer übergehen. Danach wird vom Tapubeamten gefragt, ob der Verkäufer sein Geld bekommen hat und es wird in seiner Gegenwart von beiden Parteien unterschrieben. Man erhält umgehend das Tapu, die Grundbuchurkunde. Es kann gefeiert werden. In der Grundbuchurkunde ist genau beschrieben, was das Eigentum betrifft: Ackerland oder Bauland, Haus oder Wohnung mit den dazugehörigen Katasterbezeichnungen. Bei Wohnungen sind der Wohnblock und die Wohnungsnummer angegeben. Ebenso stehen dort der Vorbesitzer und der jetzige Eigentümer drin unter Angabe des Vornamens des Vaters, sowie Datum und Unterschrift des Tapudirektors.

Soweit sind sie jedoch noch nicht, Sie unterschreiben nun erstmal den Kaufvertrag und Kemal versichert, dass die Wohnung schon sehr bald bezugsfertig sein wird.......



Bis hierhin bin ich leider erst gekommen.

Die wahre Geschichte teile ich euch natürlich vorab gern mit, falls ihr mir kurz schreibt, damit ihr im Bilde seit und mitreden/schreiben könnt! Lach!
Hmmm.. "hadi bakalim" (steht für: "na denn schaun meer mal")!



Wie soll's weitergehen und was hat euch nicht so sehr bzw. besonders gut gefallen!? Sendet mir bitte jetzt eure super tollen Vorschläge und Kommentare per

E-mail an mich



oder schreibt hier diekt in mein Arbeits- und Recherchen buch

Eure Kommentare und Anregungen




Moin moin und bis denne.

Euer Helmuth





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